Katy Perry, willkommen in Grefrath

Ich bin in Grefrath unterwegs, eine kleine Kleinstadt, beschaulich und konservativ. Doch heute hat sich prominenter Besuch in dieser Stadt angekündigt. Katy Perry wird hier eine Pressekonferenz abhalten, stammt sie doch selbst auf Grefrath.

Da die Stadt nicht über einen großen Veranstaltungsraum verfügt, haben die Stadtobersten beschlossen, den Frühstücksraum im Altenheim zur Verfügung zu stellen. Bei der Organisation unterstützen auch die Bewohner des Heims. Ich lerne sie kennen, die meisten heißen Waltraud und Irmgard.  Sie haben anlässlich des Besuchs ihre besten Klamotten aus dem Schrank geholt und warten aufgeregt am Eingang.

Später kommen noch Gäste dazu. Es sind alle meine Freundschaften, die ich aufgekündigt hatte. Die ehemaligen Freunde würdigen mich keines Blickes und noch eine Sache haben sie gemeinsam: sie haben eine Frisur wie Außerirdische.

Nun, wie diese illustre Runde gespannt auf Katy Perry wartet, ereilt uns die Nachricht, dass Katy nicht kommen kann, da sie Terminprobleme hat.

Danach mache ich mich auf den Weg zu einem Zoo in dem mannshohes Bieber leben.

Das ist echt schräg

Die Nachbarsfamilie ist zu Besuch, der Nachbar hat sich freundlicherweise bereit erklärt, sich den Staubsauger anzuschauen, der nicht mehr funktioniert.

Er schließt einen Diagnose-Computer an und findet schnell den Fehler:

„Das Gerät ist untervögelt!“

Ich bin ratlos: „Aber ich benutze ihn doch täglich!“

„Tja, dann weiß ich auch nicht.“

Er montiert den Staubsauger auseinander und siehe da, der wahre Fehler kommt zum Vorschein. Mehrere Luftballons verlassen das Gehäuse des Staubsaugers und fliegen zum Fenster hinaus

Blumenstrauß in your face, Mr Stallone

Ich trainiere im See Kanufahren mit ein Paar anderen. Unser Trainer ist Dieter Bohlen. Er gibt uns unklare Anweisungen, deshalb klappt es auch nicht, wir kommen nicht von der Stelle. Dabei gibt es ein klares Ziel: Sylvester Stallone. Er wohnt mit ein paar Leibwächtern auf einem Floß auf dem See. Unsere Aufgabe ist es, ihm einen Blumenstrauß in sein Gesicht zu drücken.

Als ich merke, dass wir nicht voran kommen, schlage ich Dieter vor, ich könnte doch hinschwimmen, den Blumenstrauß von einer Zwischenstation runterreißen und der Zielperson ins Gesicht schleudern. Dieter hat Zweifel an meiner Schwimmtüchtigkeit, aber ich bin sehr ehrgeizig. Ich übe und übe, werde immer schneller und am Ende gelingt mir ein Überraschungsangriff auf Sylvesters Gesicht!

Mission accomplished.

Schrundensalbe in your face

Ich bin ein großer Freund gepflegter Füße. Nur weil diese Körperendungen in Stofftüten stecken und sie nicht gesehen werden, bedeutet das ja nicht, dass man sie nicht pflegen sollte. Sie müssen ja täglich meine 49 Kg* durch die Welt tragen.

Nun, da steh ich also vor dem Fußpflegeartikel-Regal in der Drogerie meines Vertrauens und bin überrascht, wie viele Produkte es zu dem Problem „Schrunden“ gibt. Ich wusste gar nicht, was Schrunden sind und habe mir deshalb die Packungstexte durchgelesen und die wunderschönen Illustrationen angesehen.

Jetzt weiß ich, was Schrunden sind. Ich glaube, ich wäre aber glücklicher, wenn ich nicht wüsste, was Schrunden sind. Mein Leben ist nun um das Wissen der Existenz von Furchen und Rillen an Fersen bereichert.

Ich war etwas abgetörnt und habe dann nichts gekauft, ach doch, den 27. Lippenstift in der gleichen Farbe und bin ab nach Hause.

Das Thema Schrundesalbe hatte sich aber schon tief in mein Unterbewusstsein gebohrt und ich kriegte es nicht mehr weg.

Daher träumte mir dann Folgendes:

Ich bin mit mehreren Freundinnen in einem Club und und wir sind auf der Toilette und schminken uns nach. Jeder hat einen Koffer mit Kosmetika und Pflegeartikeln dabei, in meinem sind auch noch getragene Socken in Khaki-Farben. Der Koffer quillt über und es ist ziemlich voll auf der Toilette. Ich führe noch ein Gespäch und bin in dem Moment etwas unvorsichtig, daher greife ich auch Versehen zur Schrundensalbe und Zack! schmiere sie mir in die Augen.

Nun soll ja Schrundensalbe tote Haut ablösen und lange haften. Das wird mir bewusst und ich gerate in Panik. Im Spiegel kann ich schon sehen, dass sich die Pupille trübt. OMG! Ich packe alles in meinen Koffer und renne los, dabei verliere ich die khakifarbene Socke, die mir freundlicherweise jemand aufhebt. Es ist mir sehr peinlich.

Alle sind mit sich selbst beschäftigt und niemand kümmert sich um mein Problem. Ich muss dringend den nächsten Augenarzt aufsuchen. Ich laufe auf die Straße, stelle fest, dass ich im Ausland bin, (Japan, Brüssel und Spanien in Folge) und setze mich in ein Taxi. Das fährt mich zu einer Arztpraxis. Ich steige mit meinem Monsterkoffer aus, aus dem ständig Lippenstifte und Cremes rausfallen, es ist furchtbar.

Ich spreche mit einer Ärztin, die mir sagt, dass sie jetzt nichts für mich tun könne, da sie nun Siesta-Zeit habe. Ich rege mich furchtbar auf! Ich sage: „Kein Wunder, dass es eurem Land so schlecht geht! In Deutschland arbeiten wir viel mehr und verdienen viel mehr Geld als ihr!“

Die Ärztin sagt: „Und dann nehmt ihr das Geld und bringt es zu uns ins Land, um Urlaub zu machen.“

Ich rege mich sehr über ihre Schlagfertigkeit auf und ziehe mit meinem Koffer, aus dem immer noch Schminkutensilien herausfallen, weiter. Ich stehe auf einem großen Marktplatz und weiß nicht weiter.

Dann entwickelte sich der Traum thematisch in eine andere Richtung, ihc habe mich wieder mit meiner Mutter gestritten, aber das erzähle ich dann ein anderes Mal.

 

Tschökes mit ökes

Eure Lotte

*Angabe verändert, wahres Gewicht ist der Autorin bekannt

Au revoir

Sido besucht uns, er hilft meinem Bruder mit dem Computer. Ich habe noch den Schlafanzug an, aber das ist mir egal, denn ich muss Sido unbedingt sagen, dass ich sein neues Lied mit Bushido super finde. Aber Sido sagt: „Ich habe kein Lied mit Bushido aufgenommen.“ Ich sage: „Das kann nicht sein, ich habe doch gesehen, da stand „Bushido feat. Sido.“ „Das ist nicht möglich,“ sagt er. Ich glaube ihm nicht und setze mich an den Computer, um zu recherchieren, aber ich finde den Titel nicht mehr. Sido muss auch schon wieder weg, er ist sehr beschäftigt.
Später fällt mir ein, es war gar nicht Bushido, es ist Mark Forster.

 

 

Walzer

Ich bereite mich mit einer Freundin auf eine Partynacht vor. Wir ziehen uns Glitzerfummel an, sie trägt außerdem eine Jacke mit Schulterpolstern, die so abartig groß sind, weswegen ich sie darauf aufmerksam mache. Sie kann aber überhaupt keine Kritik ertragen und kontert mit einer Gegenkritik bezüglich meiner Jacke.
Mir ist ihre Kritik egal, denn ich bin sehr aufgeregt wegen einer anderen Sache. Ich habe ein Geschenkset mit sehr treuen Kosmetika erhalten. Der edle Schenker ist Leonardo diCaprio. Dieser sitzt in einem Smoking auf dem Wohnzimmersofa und wartet auf mich, denn wir wollen ausgehen. Ich bin aber noch im Badezimmer und versuche den wunderbar dunkelroten Lippenstift von Chanel aufzutragen, woher wusste Leo, dass diese meine Lieblingsfarbe ist?
Endlich fertig zum Ausgehen, erscheine ich im Wohnzimmer und Leo nimmt mich an der Hand und wir fangen an, Walzer zu tanzen. Ich schaue in Leos Gesicht und meine Güte: Er sieht aus wie Hape Kerkeling! Nein, Moment! Es ist Hape Kerkeling! Und weil Hape Kerkeling so ein lustiger Typ ist, fange ich an zu lachen und ich lache und lache und kann gar nicht mehr aufhören und weil mein Lachen so ansteckend ist, muss Hape auch lachen. Alle lachen.

Lurch

Sitze bei meinem Orthopäden im Wartezimmer, habe fürchterliche Ohrenschmerzen. Hä? Beim Orthopäden? Aber da fällt es mir ein: Mein Orthopäde ist gleichzeitig HNO-Arzt und Geburtshelfer.

All sein Können übt er aus in einem Raum, in dem der Empfang und das Wartezimmer sich befinden und die Untersuchung ebenfalls stattfindet. Entsprechend chaotisch geht es zu.Die Patienten sitzen auf den Fensterbänken, weil es keinen Platz gibt, ich habe Glück, ich komme schon in die Voruntersuchung.
Die Arzthelferin sagt mir, für die Untersuchung solle ich mich abschminken, nur die Wimpertusche dürfe dran bleibe. Ich sage: „Ich bin heute ungeschminkt, daran sieht man, wie schlecht es mir geht.“
Ich komme mit der Arzthelferin ins Gespräch und sie erzählt mir von ihrem Türkeiurlaub, wo sie einen Lurch adoptieren wollte. Denn in der Türkei müsse man nur ein Examen ablegen, um einen Lurch halten zu dürfen, in Deutschland sei es wesentlich schwerer. Während wir so plaudern, kommt der Herr Doktor von seiner ausgedehnten Mittagspause rein. Er macht mir ein Kompliment zu meiner Strickjacke, beige mit Lederflicken an den Ellbogen. Und dann sagt er: „Sie haben das Schild hinten nicht rausgeschnitten, die Strickjacke ist ja gar nicht von H&M. Dabei hatte ich das angenommen. Man sollte einfach nicht hungrig einkaufen gehen.“